Mobile Betreuung MOB

Mobile Betreuung

Bei der mobilen Betreuung handelt es sich um eine stationäre Betreuungsform von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Einzelwohnungen leben. Neben in der Regel täglichen persönlichen Kontakten ist über eine „Rund-um-die Uhr“ Bereitschaft eine ständige Erreichbarkeit der Pädagogen gesichert. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Betreuungsform sind besonders vielseitig, da das Setting den Pädagogen erlaubt, die Betreuungsstrukturen und -inhalte individuell an die Bedürfnisse der Jugendlichen anzupassen.

Nicht selten zeigen Jugendliche Verhaltensweisen wie Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch oder andere Auffälligkeiten in einer Intensität, welche die Möglichkeit einer Betreuung im Rahmen einer Gruppe sprengen. Die Mobile Betreuung kann in diesem Zusammenhang die Möglichkeit bieten, diese Verhaltensweisen zu bearbeiten, ohne auf andere Gruppenmitglieder Rücksicht nehmen zu müssen. Hierdurch können Abbrüche vermieden werden, da die Toleranzgrenze von Betreuern und dem Umfeld sehr hoch ist und pädagogische Strategien langfristig verfolgt werden können. Insbesondere nach längerfristigen Aufenthalten in Wohngruppen stellt  der Wechsel in eine Einzelwohnung für viele Jugendliche eine große Herausforderung dar. Die Intensität der Mobilen Betreuung kann einen wichtigen Zwischenschritt bis zum Einsatz einer ambulanten Betreuung darstellen.

Die Einzelwohnungen werden für jeden jungen Menschen individuell angemietet und  bewegen sich in einem „Hartz IV – fähigen“ Kostenrahmen, sodass sie später von den jungen Menschen übernommen werden können. In der Regel ist das Mindestalter für die MOB-Betreuung 16 Jahre.

Die Finanzierung erfolgt über monatliches Entgelt oder Lebensunterhalt plus Fachleistungsstunden.